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Cholin

Juni 14, 2018 - Lesezeit: 2 Minuten

Cholin wurde früher auch als Vitamin B4 bezeichnet, da es Ähnlichkeiten zu den Vitaminen des B-Komplexes besitzt. Es ist für eine Reihe von Körperfunktionen nützlich. Es spielt beim Aufbau der Zellmembranen, als Neurotransmitter sowie für die Gesundheit der Leber eine Rolle.

Aktuell bestehen in Deutschland noch keine offiziellen Empfehlungen für die tägliche Zufuhr von Cholin. Wir können Chiolin in unserem Körper selbst herstellen, aber Studien zeigen, dass unser Bedarf dadurch nicht immer vollständig gedeckt werden kann.

Cholin in der Leber

Cholin dient der Verarbeitung und dem Transport von Fetten aus der Leber in die verschiedenen Körpergewebe. Hat man einen Chiolin Mangel, kommt es zur Einlagerung der nicht abtransportierten Fette in den Leberzellen, was zur Fettleber, zu Leberfunktionsstörungen und zu akuten Leberschäden führen kann.

Somit ist Cholin ein Schlüsselfaktor für die Leber und damit auch für das Abnehmen!

Zusätzlich wird das in der Leber ansässige Enzymsystem unterstützt, welches zur Entgiftung und zur Ausscheidung von Arzneimittel-Wirkstoffen, Karzinogenen und Umweltschadstoffen dient.

Cholin im Gehirn

Cholin ist essentieller Bestandteil des Neurotransmitters Acetylcholin, einer der am häufigsten vorkommenden Nervenbotenstoffe. Dieser Botenstoff gewährleistet durch Weiterleitung von Nervenimpulsen die geistige Funktionsfähigkeit, insbesondere das Gedächtnis- und Erinnerungsvermögen:

  • fungiert als Botenstoff bei allen kognitiven Vorgängen wie den Konzentrations-, Gedächtnis- und Lernprozessen
  • wirkt beruhigend und Stress abbauend

Cholin in unseren Zellen

Cholin wird beim Aufbau der Zellwände benötigt und unterstützt so die Funktionsfähigkeit von Zellen und Zellmembranen. In Gehirn-, Rückenmarks- und den peripheren Nervenzellen dient Cholin zudem dem Aufbau der schützenden Myelin-Ummantelung.

Cholinmangel

Aufgrund von verschiedenen Studien wissen wir heute, dass ein Mangel diverse Bereiche betrifft: Er schränkt die Funktionen von Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse ein, führt zu Erinnerungsdefiziten und Wachstumsstörungen. Ein Cholin-Defizit kann Muskelschäden verursachen und sogar DNA-Schäden nach sich ziehen. Eine Studie ergab, dass eine cholinarme Ernährung in den peripheren Lymphozyten, Zellen des Immunsystems, den programmierten Zelltod (Apoptose) auslöste.

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